Apokalypse Making of – aus der „Serie „Living“

Worum geht es?

Was wäre wenn? Die Welt in der Virus-Zange. Jeder macht das Beste aus seiner Situation. Die einen schieben Panik und die anderen hören eben Radio. Alles natürlich mit einem gewissen Augenzwinkern.

Wo wurden die Bilder gemacht?

Die Bilder sind alle in einer Session zu Hause in freiwilliger Quarantäne entstanden.

Komplikationen beim Aufbau und die Lösung

Platzmangel! Das soll unser Stichwort sein. Wie aus der Serie „Living“ hervorgeht, wirken viele der Bilder so, als wären sie in einem großen Studio entstanden. Dem ist freilich nicht so, denn ein Studio habe ich nicht. Stattdessen musste das Esszimmer herhalten. Da das Esszimmer nicht wirklich groß ist, konnte ich nur improvisieren. Wie genau? Also. Kleines Zimmer – Weitwinkel Objektiv…um soviel auf ein Bild zu bekommen, wie irgend möglich. All dies um später am Rechner genug Platz zu haben, damit das gewünschte Ergebnis entstehen kann. Um das eigentliche Motiv herum musste so viel Platz wie möglich geschaffen werden, denn sonst ist es kaum machbar, das Bild so zu vergrößern, dass am Ende ein brauchbares Ergebnis dabei heraus kommt. Weiter unten könnt ihr euch die einzelnen Stufen der Entstehung anschauen.

Die Technik: Fotoausrüstung / Blitzanlage / Bearbeitung

Fotoausrüstung:

Sony Alpha 7MK3 SLR Digitalkamera

Samyang 24mm f/2.8

Blitzanlage und Ausleuchtung:

Deckenlicht und LED Petroleumlampe, sowie ein Lichtschlauch hinter dem Schrank

Jinbei Discovery DC-600 / 600W/s Maximalleistung (minimale Lichtleistung nur zur Aufhellung)

Jinbei Galgenstativ

Kameraeinstellung:

Blende: 6.3 (um das ganze Motiv scharf zu bekommen)

ISO: 5000 (Kompromiss weil die Decken- und die Petroleumlampe nicht sonderlich Lichtstark sind)

Verschlusszeit: 1/160

Bearbeitung:

Adobe Photoshop Lightroom CC

Adobe Photoshop CC

TopasLabs

Colour Cine LUT Pack von Ian Munro Photography

Die Nachbearbeitung am Computer

Zu allererst habe ich das Bild so vergrößert, wie es am Ende sein sollte. Dann mussten alle störenden Elemente entfernt und die jetzt vorhandenen weißen Flächen sinnvoll gefüllt werden. All das lässt sich mit Adobe Photoshop hervorragend umsetzen. (wie genau das geht? Siehe die Links unten)

Nachdem der neue Boden und die Tapete eingefügt waren, ging es am Ende nur noch um den finalen Look des Bildes. Diesen habe ich relativ einfach herstellen können. Ich habe dazu einfach die neuen COLOUR CINE LUTs von Ian Munro benutzt. Welche und mit welcher Deckkraft könnt ihr euch etwas weiter unten ansehen. Zum Schluss nochmal in den Camera RAW Filter und die Lichtführung korrigiert und fertig war das Bild. Falls jemand bis hier gelesen hat und sich ein Video-Tutorial dazu wünscht, einfach eine kurze Mail an mich. Habe ich noch nie gemacht, aber das wäre mal eine gute Gelegenheit.

FAZIT:

Es ist manchmal schwer zum Ziel zu kommen, aber wenn man das finale Bild erst einmal im Kopf hat, dann geht alles relativ schnell, vorausgesetzt man weiß mit Adobe Photoshop umzugehen. Über dieses Thema gibt es bei YouTube ausreichend Lernstoff:

Glyn Dewis (englisch)

PHLEARN (englisch)

Ian Munro (englisch)

Die hier gezeigten Techniken kann man wunderbar verwenden um ans Ziel zu kommen…nämlich der „Fine Art Photography“.

Zur Galerie „Living“

Apokalypse-Kaffeefiltermaske-Schutzbrille-Radio-BBC2-Allein-making-of-1
Das Ausgangsbild mit der finalen Vergrößerung
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Aufgeräumt. Boden und Wand angepasst
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Neuen Boden und neue Wand eingebaut
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LUTs angewendet: Cryptic 70% und Chronology 65%
Apokalypse Kaffeefiltermaske Schutzbrille Radio BBC2 Allein
Das finale Bild